Neurobiologie der Angst – Robert Mehl

und verhaltenstherapeutische Grundlagen

Angst ist ein Problem in der Hundeerziehung mit vielen Facetten: Es gibt Hunde mit Trennungsangst, Schuss- und Geräuschängsten, Angst vor bestimmten Untergründen, Angst vor anderen Hunden, vor Männern oder vor zu viel Aufmerksamkeit. Einige Hunde scheinen sich vor fast allem zu fürchten, andere verhalten sich im Alltag normal, geraten aber in Panik, wenn sie mit ihrem Auslöser konfrontiert werden und flüchten kilometerweit – auch über Straßen.

Die Anlage zur Ängstlichkeit bringen einige Rassen und Individuen schon mit auf die Welt. Sie haben eine genetische und neurobiologische Prädisposition für Ängste. Wie entsteht Angst im Gehirn und woran erkenne ich beim Welpen von außen, ob sein kleines Gehirn besonders ängstlich ist? Worauf kann ich bei der Auswahl der Rasse (-mischung) und des konkreten Welpen achten?

Neben der Genetik spielen auch die Umwelt und die Lernerfahrungen eine wichtige Rolle. Diese verändern das Gehirn in seiner Funktion und sogar in seiner Struktur. Was passiert in den ersten Lebenswochen bei der Mutter (Bindung, Modelllernen) und bei den Halter*innen in der Sozialisationsphase (Umweltgewöhnung)? Welche Rolle spielen unangenehme oder sogar traumatische Erfahrungen im späteren Leben des Hundes? Welche Angsterkrankungen können dadurch entstehen?

Dann widmen wir uns dem Umgang mit Ängsten: Ignorieren oder Unterstützen, Konfrontieren oder Vermeiden? Warum funktionieren einige Trainings- und Therapieansätze bei manchen Hunden so gut und bei anderen gar nicht? Wie wirkt Verhaltenstherapie gegen Ängste? Können Psychopharmaka eine Lösung sein?

Robert Mehl nimmt die Teilnehmer mit auf eine Reise durch das ängstliche Gehirn mit dem Ziel, ein differenzierteres Verständnis für ein allgegenwärtiges Gefühl zu schaffen.

Die Veranstaltung kann auch gemeinsam mit der Veranstaltung Der Hund auf der Couch als Kombi-Seminar zum Preis von 320 € gebucht werden.

 

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Datum

28.02.2027

Uhrzeit

10:00 - 17:00

Kosten

170,00€

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Anmeldung

Veranstaltungsort

Babenhausen
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Referent

  • Robert Mehl
    Robert Mehl
    Dipl. Psychologe

    Robert Mehl ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.) mit therapeutischen Zusatzausbildungen als „Systemischer Berater und Familientherapeut“ (DGSF) und für den „Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ (dogument).

    Seit 2016 ist er freiberuflich als Referent sowie Systemischer Berater und Coach tätig. Zudem ist er aktuell in Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten (Schwerpunkt Verhaltenstherapie). Er ist Autor des Buches „Die Psyche des Hundes“ (KOSMOS-Verlag).