Kastration und Verhaltensänderung 

Bewirkt die Kastration von Hunden eine Verhaltensänderung?

Da die Kastration ein großer Einschnitt ins Hundeleben sein kann, ist es äußerst wichtig, immer Einzelfallentscheidungen zu treffen. Wurde nach einer Kastration eine Verhaltensänderung festgestellt, ist die enge Zusammenarbeit mit einem Tierarzt empfehlenswert. Zusätzlich ist es hilfreich sich über verschiedene Studienergebnisse zu informieren. Diese führen immer wieder vor Augen, dass es nach einer Kastration durch den Wegfall der Sexualhormone zu vermehrtem Stress, zu Panik, zu Aggression und/oder verminderter Geselligkeit kommen kann.

Hundetrainer/innen sollten über die möglichen verhaltensbiologischen Konsequenzen einer Kastration informiert sein. Führt eine Kastration zu einer Verhaltensänderung, ist es gut aktuelle Studienergebnisse zu kennen sowie Alternativen, die ergänzend zu einem angemessenen Training des Hundes von großer Bedeutung sind.

Während des Vortrags werden neben Studienergebnissen einige verhaltensbiologische Methoden dargestellt und auch praktisch direkt angewendet, indem Videos gemeinsam ausgewertet werden, um das Hundeverhalten korrekt einschätzen zu können.

Verhaltensbiologische Perspektiven einer Kastration sowie hormonelle Störungen wie Zyklusstörungen der Hündin werden ebenfalls thematisiert.

Datum

02.03.2024
Vorbei!

Uhrzeit

10:00 - 17:00

Kosten

149,00€

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Veranstaltungsort

Babenhausen
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Referenten

  • Carina Kolkmeyer
    Carina Kolkmeyer
    Doktorantin

    Carina Kolkmeyer promoviert an der Universität Vechta im Fachbereich Biologie. Ihr Forschungsschwerpunkt ist das Sozialverhalten kastrierter und intakter Hunde. Da die Kastration ein großer Einschnitt ins Hundeleben bedeutet, bietet sie gemeinsam mit der Mammalia AG individuelle Einzelberatungen an, die sich auf verhaltensbiologische und veterinärmedizinische Einschätzungen stützen. Neben ihrer Leidenschaft für die Hundeforschung widmet sie sich auch der Forschung im Zootierbereich. Im Osnabrücker Zoo bietet sie gemeinsam mit PD Dr. Udo Gansloßer mehrmals im Jahr einen verhaltensbiologischen Methodenkurs an und unterstützt die Kursteilnehmenden bei ihren Beobachtungen sowie den darauffolgenden statistischen Analysen.

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