Annette Scholz
Hundetrainerin
Über den Referent
Immer wieder werde ich in meiner Hundeschule gefragt: „Annette, was ist eigentlich dein Trainingsmotto?“ „Wofür stehst du?“
Meine Antwort darauf ist klar: Coaching für beide Enden der Leine.
Denn ich trainiere nicht einfach Hunde. Ich helfe Menschen dabei, ihre Hunde besser zu verstehen – und für ihre Hunde verständlicher zu werden. Denn genau darin liegt für mich der Schlüssel zu einem entspannten und harmonischen Miteinander.
Mein Name ist Annette Scholz. Ich habe Sprachwissenschaft und Psychologie studiert und anschließend mehrere Jahre im Marketing gearbeitet.
2015 habe ich die Hundeschule Pfiff und Pfote in Schöneck-Kilianstädten gegründet. Seit 2019 widme mich hauptberuflich dem Hundetraining. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Kommunikation, Psychologie und Marketing mit meiner praktischen Arbeit mit Mensch-Hund-Teams. Und ich kann ganz ehrlich sagen: Ich liebe meinen Beruf!
Was mich schon immer fasziniert hat, ist Kommunikation. Was passiert eigentlich, wenn wir miteinander kommunizieren? Warum versteht unser Gegenüber manchmal etwas ganz Anderes, als wir eigentlich sagen wollten?
In der Mensch-Hund-Kommunikation wird diese Frage besonders spannend.
Denn für einen Hund hat ein gesprochenes Wort nicht automatisch die gleiche Bedeutung wie für uns. Erst durch Erfahrung und Verknüpfung lernt er, was ein bestimmtes Wort bedeutet. Aber wenn unsere Worte allein nicht die ganze Botschaft sind – was versteht unser Hund dann eigentlich von uns?
Hunde nehmen uns als Ganzes wahr: unsere Körpersprache, unsere Haltung, unsere Bewegungen, unsere Stimme, unsere Stimmung – und natürlich auch die Beziehung, die wir miteinander haben. Oft senden wir dabei Signale, die uns selbst gar nicht bewusst sind.
Ein Beispiel aus meinem Alltag: Ein Neukunde kam kürzlich zu mir und fragte: „Annette, warum reagiert mein Hund manchmal so anders, als ich es von ihm erwarte?“
Ich habe ihm eine Frage gestellt:
„Was hast du deinem Hund gerade eigentlich erzählt – ohne es zu merken?“
Genau solchen Fragen gehe ich mit meinen Kundinnen und Kunden auf den Grund. Denn manchmal ist es gar nicht das Verhalten des Hundes, das wir zuerst verändern müssen. Es lohnt sich immer, unseren eigenen Anteil an der Kommunikation genauer anzuschauen.
Und hier kommt meine frühere Arbeit im Marketing ins Spiel. Was haben Marketing und Hundetraining miteinander gemeinsam? Mehr, als man auf den ersten Blick denkt.
In beiden Bereichen geht es um Kommunikation - und darum, dass nicht entscheidend ist, was wir senden möchten, sondern was beim Gegenüber tatsächlich ankommt.
Diese Perspektive begleitet mich bis heute. Im Hundetraining bedeutet das für mich: Ich möchte nicht nur, dass ein Hund etwas „richtig“ macht. Ich möchte verstehen, warum er so reagiert, wie er reagiert – und was wir als Menschen dazu beitragen können.
Hinsehen. Hinhören. Verstehen. Sich auf das Gegenüber einstellen. Beziehungen gestalten. Ob im Training, im Workshop, beim Longieren, auf dem Parcours oder bei einem Erlebnis-Walk: Für mich stehen immer Mensch und Hund als Team im Mittelpunkt.
Ich lebe selbst mit zwei Hunden, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Auch dadurch habe ich immer wieder erfahren, dass gute Kommunikation Klarheit, Geduld, einen Perspektivwechsel und den Mut braucht, sich selbst zu hinterfragen.
Deshalb ist die spannendste Frage für mich nicht:
„Wie bringe ich meinem Hund etwas bei?“
Sondern:
„Was versteht mein Hund eigentlich von mir?“
Genau diesen wichtigen Perspektivwechsel möchte ich in meinem Seminar vermitteln. Denn wenn wir anfangen, unseren Hund wirklich zu verstehen, können wir auch lernen, für ihn verständlicher zu werden.
Und das sehe ich als meine Arbeit, meine Leidenschaft und mein Motto:
Coaching für beide Enden der Leine.


